DAS SAGT DIE FACHWELT

INQA - (Initiativkreis „Neue Qualität der Büroarbeit")

Eines der Ziele des Arbeitskreises INQA Büro ist es, die Qualität der Büroarbeit im Sinne der selbst aufgestellten Leitvorstellungen zu fördern und weiter zu verbessern. INQA will die „Interessen der Menschen an positiven, gesundheits- und persönlichkeitsförderlichen Arbeitsbedingungen mit der Notwendigkeit wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze" verbinden. Im Kern geht es INQA Büro darum, gegenüber den Beschäftigten und den Unternehmen den Zusammenhang zwischen guten Arbeitsbedingungen und produktiver Arbeit deutlich zu machen. Publikationen und Forschungsprojekte beschäftigen sich mit gesunder Arbeit und damit natürlich auch mit der Frage des richtigen Arbeitens an Bildschirmgeräten. Als Partner von INQA sind inzwischen die meisten Träger des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, Vertreter der Arbeitswissenschaft und der Bürofachwelt dabei. Mehr Infos unter www.inqa.de 

 

Dr. Falk Liebers - (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

„RSI wird in Deutschland sehr kontrovers diskutiert und ist auch keine anerkannte Berufskrankheit. Unbestritten ist jedoch der Zusammenhang zwischen dem Auftreten spezifischer Erkrankungen in den Armen (wie „Tennisarm“ oder Karpaltunnelsyndrom) und einer Reihe manueller Tätigkeiten.
Dazu gehört auch die monotone Eingabe von Daten, wobei zu sagen ist, dass beim normalen Gebrauch des Computers nicht von einem Risiko für das Auftreten von Beschwerden in den Armen und Händen auszugehen ist. Allerdings werden Studien mit entsprechenden Ergebnissen oft in Unternehmen durchgeführt, in denen die PC-Arbeitsplätze optimal gestaltet sind. Der Arbeitsplatzanalyse (Gefährdungsanalyse) kommt daher eine große Bedeutung zu. Nur so können Risikofaktoren wie zum Beispiel ungünstige Körperhaltungen dokumentiert und bewertet werden.“ 
www.baua.de

 

Prof. Hardo Sorgatz - (RSI-Wissenschaftler an der TU Darmstadt)

Eine Behandlung mit Krankengymnastik oder Massagen, wie sie normalerweise bei Rückenproblemen angewendet wird, bringt nach Meinung von Prof. Hardo Sorgatz bei RSI nichts: "Am Arbeitsplatz muss sich was verändern. Ein Fachmann muss sehen, was der Patient am Rechner macht und dann helfen, Fehlhaltungen und falsche Bewegungsabläufe zu vermeiden.“
Viele Ärzte seien nicht auf dem neuesten Stand der Forschung und würden deshalb Patienten mit RSI-Symptomen abweisen. Sorgatz hat an seinem Institut ein RSI-Behandlungsprogramm entwickelt, an denen betroffene RSI-Patienten teilnehmen können. (Quelle: News-Archiv von WDR online)
www.rsi-online.de


Prof. Peter Dormans - (Leiter des RSI-Forschungszentrums an der Universität Maastricht/Niederlande)

Nicht nur körperliche, sondern auch psychische Ursachen werden mit dem RSI-Syndrom in Verbindung gebracht. „Stress ist eine Komponente bei der Entstehung von RSI“, meint Professor Peter Dormans. Der Wissenschaftler hat auch die Erfahrung gemacht, dass viele Patienten die anfänglichen Schmerzen nicht ernst nehmen oder ignorieren, weil sie bei der Arbeit zu viel von sich selbst verlangen und der Erfolgsdruck zu hoch ist.
Kaum Pausen, die Muskeln verkrampfen, die statische Belastung der Sehnen und Nerven steigt. Die Folge: Die Schmerzen im Mausarm werden stärker. "Der beste Rat, den man geben kann, ist den Arbeitsdruck und Stress, den man sich selbst macht, zurückzuschrauben. Aber das ist bei den Betroffenen sehr schwer von einer Minute auf die andere zu erreichen.“ (Quelle: News-Archiv von WDR online) www.unimaas.nl