QWERTY CONTRA DVORAK

Die merkwürdige Buchstabenreihenfolge auf unseren Schreibtastaturen (nach den ersten Buchstaben in der ersten Reihe als QWERTY- bzw. auf deutschen Tastaturen als QWERTZ-Tastatur bezeichnet) verdanken wir tatsächlich noch dem Erfinder der Schreibmaschine, Christopher Sholes, der sich seine bahnbrechende Erfindung 1868 patentieren ließ.
Die Anordnung der Buchstaben hatte damals rein praktische Gründe: Die Abstände der am häufigsten benötigten Buchstaben wurden so groß wie möglich gehalten, damit sich die Typenhebel, die Richtung Papier schwangen, nicht ineinander verhakten. Nun sind sich verheddernde Typenhebel heute längst kein Problem mehr - dennoch hat sich an der Buchstabenanordnung nie etwas geändert. Oder doch? 

Nicht schneller, aber armschonender

QWERTY Der Washingtoner Professor August Dvorak beschäftigte sich in den 1930-er Jahren damit, wie man die Buchstaben auf der Tastatur noch anordnen könnte, und entwickelte die Dvorak-Tastatur, bei der die Vokale und die am häufigsten Konsonanten in der am häufigsten genutzten Grundstellungsreihe liegen.
In Amerika wurde berechnet, dass man auf einer Dvorak-Tastatur nur eine Meile Tastenwege pro Tag zurücklegt, während es bei dem QWERTY-System 16 bis 20 Meilen wären.
Die Schreibgeschwindigkeit, so zeigten viele Untersuchungen, lässt sich dennoch auch bei der Dvorak-Tastatur nicht entscheidend erhöhen. Die konsequent kurzen Wege für die Finger entlasten jedoch nachweislich die Handsehnen. Wer umstellen möchte: Beinahe jedes Betriebssystem kann die Tastaturbelegung umschalten. Und wer bereit ist, sich die Mühe des kurzen Umlernprozesses zu machen, kann die Tasten auf seiner eigenen Tastatur mithilfe eines Schraubendrehers leicht umbauen.

Links für Dvorak-Tastaturtreiber stehen unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Dvorak-Tastaturlayout